Es ist ein Fluch – je mehr wir an Lebensmitteln haben, desto weniger scheinen wir zu vertragen. Ich befinde mich seit zwei Jahren auch im Kreise derer, die nur noch begrenzt gesellschaftsfähig sind, weil sie an allem rummäkeln (müssen). Kein Ei, kein Getreide, keine Milch. Da kommt man ganz schön ins Schwitzen, wenn man seine Ernährung plötzlich komplett umstellen muss.

Backkurs bei Christiane Schneider, CS-Ernährungsberatung und Kochschule Kehrig

Die CS-Ernährungsberatung und Kochschule von Christiane Schneider aus Kehrig bei Polch kann dabei helfen, wenn man alleine erste einmal ratlos ist. Sie gibt gute Tipps, Koch- und Backkurse.

Beratung bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten

Christiane Schneider weiß, wovon sie redet. Sie und ihre Familie haben so ziemlich alle Nahrungsmittelallergien, die man sich vorstellen kann. So kann sie sich auch sehr gut in andere Allergiker reinversetzen. Das alleine macht sie aber noch nicht zur Expertin. Deshalb hat sie eine Ausbildung zur Ernährungsberaterin gemacht und sich in vielen Bereichen der Nahrungsmittelallergien und Stoffwechselstörungen weitergebildet.

Beratung bei HPU

So kann sie zum Beispiel auch weiter helfen, wenn jemand von der Stoffwechselstörung HPU betroffen ist. Solche Menschen können Zink, Mangan und Vitam B 6 nicht verarbeiten und haben dadurch Mangelerscheinungen, die anderweitig kompensiert werden müssen. Oft tritt HPU zusammen mit der Schilddrüsenerkrankung Hashimoto und Nahrungsmittelallergien auf. Wer mehr dazu erfahren möchte: Hier gibt es eine gut verständliche Zusammenfassung.

Kochkurse bei der CS-Ernährungsberatung

Ich habe vor Weihnachten bei Christiane Schneider an einem Plätzchen-Backkurs teilgenommen. Wir haben Vanillegipfel und Spritzgebäck mit Ersatzmehlen gebacken. Gar nicht so einfach, wenn das Ganze auch noch zusammenhalten soll. Denn den Ersatzmehlen fehlt allesamt das Klebereiweiß, das Gluten, das ja die Allergien auslöst. Das macht das Gebäck bröselig und trocken. Leider.

Die Plätzchen sahen hübsch aus und haben auch nicht schlecht geschmeckt, aber für mich leider keine wirkliche Alternative. Da esse ich lieber einen Apfel. Interessant war es aber allemal, die altenativen Mehle kennen zu lernen und was man beachten muss, wenn man damit backt.  Sehr begeistert war ich allerdings von dem glutenfreien Karottenkuchen, den Christiane Schneider gebacken hat.

Glutenfreier Karottenkuchen

Der Karottenkuchen ist dank der vielen Karotten, die hier rein kommen und der Mandeln oder der Erdmandeln sehr schön saftig. Und er  hält mit Wacheteleiern, die auch Eiallergiker nach Einschätzung von Christiane Schneider oft ganz gut vertragen, hervorragend zusammen. Er ist nicht so süß wie viele andere Kuchen, aber daran hat man sich schon nach dem zweiten Stück gewöhnt. Und natürlich könnte man auch noch mehr Zucker oder alternative Süßungsmittel dazu tun.

glutenfreier Karottenkuchen

Glutenfreier Karottenkuchen

300 g Karotten
3 EL    Zitronensaft
100 g Zartbitterschokolade oder Carobflocken
200 g Erdmandelmehl oder gemahlene Mandeln
30 g    Vollkornreismehl
10 g    Carob oder Kakao
1 TL    Weinstein-Backpulver
4          Eier oder 20 Wachteleier oder Eiersatz vegan
60 g     Rohrzucker
40 g     Rapsöl
1 Prise Salz
Vanille, gemahlen

für den Guss:
150 g   Rohr-Puderzucker
4-5 EL Zitronensaft
etwas Erdmandelmehl

Karotten fein raspeln. Mit Zitronensaft mischen, Schokolade fein hacken. Mit Mandeln, Kakao, Mehl, Salz und Backpulver vermischen. Eier mit 3 EL heißem Wasser auf höchster Stufe ca. 10 Minuten cremig schlagen. Sollte Eiersatz gewählt werden, auch diesen erst schaumig schlagen. Dabei Vanille und Zucker einrieseln lassen. Mehlmischung, Karotten und Öl unter heben. Nur so viel rühren wie nötig, damit der Teig nicht zusammenfällt. Auf der zweiten Schiene von unten 55 – 60 Minuten bei 180 Grad Ober- und Unterhitze in einer Springform backen und auskühlen lassen.
Puderzucker mit Zitronensaft zu einem zähen Guss verrühren und auf dem Kuchen verteilen. Darüber noch etwas Erdmandelmehl streuen.

Leben mit Nahrungsmittelallergien

Ein Leben mit Nahrungsmittelallergien ist nicht wirklich lustig. Und das Kochen erst recht nicht. Vor allem wenn man wie ich  frisches Brot und Brötchen geliebt hat, Käse, Milchkaffee, harte Eier und Pasta in allen Formen. All das habe ich plötzlich nicht mehr vertragen. Dass eine Nahrungsmittelallergie hinter meinen morgendlichen Kopfschmerzen, trockenem Husten und ständig laufender Nase stecken könnte, darauf wäre ich nie gekommen.  Mit diesen Symptomen hatte ich auf die inzwischen „verbotenen“ Lebensmittel reagiert. Dazu kam, dass ich nachts nicht gut schlafen konnte. Nach einer Laboruntersuchung stand fest: Milch, Mehl und Ei müssen vom Speiseplan verschwinden, wenn es mir wieder gut gehen soll. Am leichtesten fiel es mir, die Kuhmilch wegzulassen. In den Kaffee gönne ich mir einen Schuss laktosefreie Sahne und fürs Müsli gibt es leckere Mandel-Kokos-Milch. Brot habe ich anfangs mit Teffmehl selbst gebacken, aber das schmeckt wie Schmirgelpapier. Ich bin auf eine glutenfreie Backmischung von Bauck ausgewichen und bei Christiane Schneider kaufe ich auch schon mal frisches Brot. Hier schmeckt man kaum einen Unterschied zu anderen Broten. Für Eier habe ich noch keinen akzeptablen Ersatz gefunden, den Tipp mit den Wachteleiern werde ich aber gerne mal ausprobieren. Als Frühstücksei taugt es aber leider nicht.

Glutenfreies Hefegebäck

Glutenfreies Hefegebäck

Mehr Informationen unter:

Christiane Schneiders Ernährungsberatung und Kochschule

0 Kommentare

Hinterlasse ein Kommentar

An der Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.