Einen Kalender wie ihn nicht jeder hat, können Sie in diesem Jahr von der Bundeswehr bekommen. Vorausgesetzt Sie mögen die Jungs und Mädels im grün-braunen Flecktarn  – und Hunde.  Der der Kalender stammt von der Diensthundeschule der Bundeswehr in Ulmen. Er ist gegen eine Spende von fünf Euro zu haben. Geld, das einsatzgeschädigten Kameraden und ihren Angehörigen zugute kommt. Eine gute Sache, wie ich finde, und ein schöner Kalender mit originellen Fotos großer und kleiner Diensthunde und ihrer Hundeführer.

Kalender der Schule für Diensthundewesen der Bundeswehr

Viele kennen die Diensthundeschule der Bundeswehr nur von den Hinweisschildern, die im Bereich von Laubach und Büchel zu sehen sind. Die Wenigsten wissen aber, was dort gemacht wird. Okay, Kalender…. aber das nur ein Mal im Jahr. In der restlichen Zeit werden Hunde für den Einsatz ausgebildet. Für die Sprengstoffsuche, als Minenspürhunde oder Schutzhunde allgemein. Und seit wenigen Jahren werden sie auch in Ulmen gezüchtet. Denn gute Schutz- und Spürhunde sind rar geworden auf dem Weltmarkt, seit es überall auf der Welt kriselt und sich Terror breit gemacht hat. Vor allem belgische Schäferhunde, Malinois, die sich für diese Arbeiten besonders gut eignen sind kaum noch von externen Züchtern zu bekommen.

In diesem Jahr hatte die Diensthundeschule einen Superwurf von sage und schreibe  11 Welpen auf einen Streich. Dank der belgischen Schäferhündin Nelly, die mit den Kleinen erst mal alle Pfoten voll zu tun hatte. Und weil wir ja alle kleine Hunde lieben, mussten die natürlich auch auf den Kalender:

Welpe der Schule für Diensthundewesen der Bundeswehr

Die Welpen werden übrigens schon ganz früh auf ihren Dienst spielerisch vorbereitet. Sie müssen – oder vielleicht sollte man besser sagen – sie dürfen schon mit wenigen Monaten im Transportflugzeug mitfliegen, sich mit ihren Hundeführern aus dem Hubschrauber abseilen oder mit dem Schnellboot fahren. So, dass es kein Theater gibt, wenn es dann wirklich ernst wird und der Diensthund beispielsweise nach Afghanistan oder Mali muss. 300 solcher Diensthunde arbeiten deutschlandweit für die Bundeswehr. In Ulmen lernen sie zusammen mit ihrem Hundeführer in lebensecht nachgestellten verfallenen Häusern und anderen Szenarien, verschüttete Menschen, Minen oder Verdächtige aufzuspüren.

Kalender der Schule für Diensthundewesen der Bundeswehr

Die Fotos für den Kalender stammen von Soldatinnen und Soldaten, oft von den Soldaten, die immer mit ein und demselben Hund arbeiten, für die ihr Hunde Kamerad, Haustier und im Ernstfall Lebensversicherung ist. Die Aufnahmen wurden im Rahmen eines Fotowettbewerbes gesammelt. 24 der besten wurden für den Kalender 2018 ausgewählt.

Kalender der Schule für Diensthundewesen der Bundeswehr

Die Spenden für den Kalender kommen der Aktion „Unvergessen“ des Bundeswehr-Sozialwerkes zugute und damit den Soldaten, die im Einsatz verwundet wurden. Entweder körperlich oder seelisch. Beim Bundeswehr-Sozialwerk kann der Kalender bestellt werden.

Kalender der Schule für Diensthundewesen der Bundeswehr

Mehr zum Thema Diensthunde der Bundeswehr und Videos gibt es auf  dieser SWR-Seite.

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