Über den Eifelrand henaus, Meine Mosel, Wandern

„Traumpfädchen Löfer Rabenlaypfad“ – sehr schöne Moseeifel-Wanderung

Ich liebe diese Wanderwege, die die Eifel mit der Mosel verbinden. Ich muss aus der Eifel nur wenige Kilometer fahren und schon bin ich in einer völlig anderen Landschaft: am Fluss. Schön auch, dass es jetzt mit den „Traumpfädchen“ gut ausgeschilderte kurze Rundwege gibt, die man an einem halben Tag gehen kann. Die knapp 5 Kilometer des „Löfer Rabenlaypfades“ bin ich in etwa 2,5 Stunden gegangen. Da ich immer mit meiner Hündin Darja wandere, muss man bei mir immer mehrere Schnüffelminuten abziehen. Für diese Wanderung sollte man schon eine gewisse Grundkondition mitbringen und trittsicher sein. Es gibt zwischendurch immer mal kurze Anstiege und an der Mosel führt der Weg auf schmalen Pfaden durch die Weinberge.

Löf liegt an der Untermosel, schräg gegenüber von Alken auf der anderen Moselseite. Alken mit der wunderschönen Burg Thurant, die zwischen Weinbergen und dem Himmel liegt.

Los geht die Wanderung auf dem „Traumpfädchen Löfer Rabenlaypfad“ am Löfer Sportplatz. Vorbei an einer Schutzhütte und einem kleinen Pfad geht es dann erst einmal durch den Wald steil bergauf. Denn noch sind wir an der Mosel und es soll ja Richtung Moseleifel gehen.

Löfer Rabenlaypfad
Löfer Rabenlaypfad

Auf der Höhe angekommen geht es durch Wiesen und Felder, vorbei an Bauernhöfen und neugierigen Rindern. Bei schönem Wetter hat man von hier aus eine gute Sicht in den Hunsrück und die Ehrenburg. Auf den „Traumpfädchen“ kann man sich gut an ihrem blau-weißen Logo orientieren. Verlaufen also schwer gemacht.

Löfer Rabenlaypfad

Der Weg auf der Höhe ist zwar unbeschwert und leicht zu gehen, auch die Waldpassagen bringen sorgen für Abwechslung. So richtig schön wird es aber, sobald wir auf den  „Moselsteig“ mit seinen Schieferfelsen, den schmalen Pfaden und dem herrlichen Ausblick auf den Fluss treffen.

Löfer Rabenlaypfad
Löfer Rabenlaypfad

Von der Moseleifel an die Mosel

Schmale Pfade, oft etwas ausgesetzt und steil in die Weinberge abfallend, führen jetzt oberhalb des Weinortes Hatzenport die Mosel entlang. Mit Blick auf den auffallenden Kirchturm der St. Johanniskirche. Bei einer Winzerhütte habe ich einige Familien mit Kindern getroffen, die dort ein Picknick gemacht haben. Immer wieder habe ich an der Mosel Wandergruppen getroffen, die aus ihrer Wanderung mit einem Brunch mit Moselwein und vielen köstlichen Sachen ein Fest machen. Ihr Lachen ist schon von Weitem zu hören. Viele Winzerhütten oder Schutzhütten laden förmlich dazu ein. So eine Hütte gibt es dann auch an der „Rabenlay“, einer der schönsten Aussichtspunkte an der Mosel. Hier war mir allerdings zu viel los und ich bin recht schnell wieder weitergewandert.

Löfer Rabenlaypfad
Löfer Rabenlaypfad

Was man beachten sollte

Bei sehr warmen Temperaturen sollte man daran denken, ausreichend Wasser mitzunehmen. Denn auf der Strecke selbst gibt es keine Einkehrmöglichkeiten. In den Weinbergen kann es aber sehr warm werden. Für Eidechsen gerade richtig. Sie liegen in der Sonne oder flitzen die Bruchsteinmauern entlang. Auch sie scheinen diese Gegend so richtig zu genießen.

Sollten Sie die Möglichkeit haben, unter der Woche wandern zu gehen, dann würde ich Ihnen empfehlen, das zu tun. Zwar sind auch viele Urlauber in dieser Region an Werktagen unterwegs, aber es ist doch weniger los als an den Wochenenden. So muss man auf den schmalen Wegen nicht so oft ausweichen.

Mein Fazit: ein richtig schöner Weg mit viel Abwechslung. Weil man eine ganze Menge zu sehen bekommt und so unterschiedliche Landschaften durchläuft, hat man das Gefühl, dass der Weg eigentlich viel länger als nur 4,7 Kilometer lang ist.

Einkehren am „Löfer Rabenlaypfad“

Wer nach der Wanderung noch etwas essen und trinken möchte, findet in Löf und Hatzenport, also in direkter Nähe, genügend Möglichkeiten. Ich persönlich gehe besonders gerne in den  „Winzerhof Gietzen“ in Hatzenport. Dort ist es im Innenhof bei schönem Wetter besonders gemütlich. Und lecker ist es auch. Den Mosel Tapas von Maria Gietzen, habe ich schon einen eigenen Artikel auf diesem Blog gewidmet.