Alles Werbung, oder was?

Momentan gehen unter den Bloggern gleich mehrere Schreckgespenster um. Das eine ist die Datenschutzverordnung, das andere ist die Frage: was ist Werbung, was ist persönliche Einschätzung und Empfehlung? Nachdem eine sogenannte Influencerin wegen unlauterer Werbung auf Instagram verurteilt wurde, sind alle Blogger alarmiert und kennzeichnen sämtliche Artikel mit „Werbung“. Ich möchte das nicht machen, solange das nicht absolut notwendig ist. Schon gar nicht, wenn mir niemand einen Auftrag für meinen Blogartikel erteilt und mich dafür bezahlt hat.

Tatsächlich werbe ich für eine Region, für ihre Wanderwege und Sehenswürdigkeiten, auch für Restaurants oder Einkaufsmöglichkeiten. Aber ich nehme in der Regel kein Geld oder keine Sachleistung dafür. Hin und wieder werde ich von Veranstaltern zu einem Konzert oder zu einem Vortrag eingeladen. Und natürlich bekomme ich, wie alle Redaktionen von Zeitungen und Rundfunkanstalten kostenlose Rezensionsexemplare. Deshalb wird aber keine Veranstaltung besser und kein Buch mehr besprochen. Trotzdem schreibe ich bei der Rezension eines Reiseführers etwa, dass ich das Buch von diesem oder jenem Verlag kostenfrei bekommen habe. Erhalte ich ein Honorar oder eine Gegenleistung zu einem Produkttest, dann kennzeichne ich den Bericht gleich am Anfang mit „Werbung“. Beinhaltet der Text in erster Linie redaktionellen Inhalt und bezieht sich auf eine Produktüberlassung mit Gegenleistung, dann steht am Anfang solcher Artikel bei mir „Dieser Beitrag enthält teilweise Werbung“.

Ich bezahle meine Rechnungen in Restaurants oder Cafés und Hotels, die ich vorstelle, selbst und auch meine Urlaube, über die ich in der Rubrik „Über den Eifelrand hinaus“ blogge. Ich reise nicht um zu bloggen, sondern ich blogge darüber, weil es mir in der einen oder anderen Destination so gut gefallen hat.

Es liegt im Wesen eines Blogs, dass er subjektiv ist. Ich schreibe darüber, was mir gefällt und was meiner Ansicht nach größere Aufmerksamkeit verdient. Es gehört viel Idealismus dazu, so einen Blog zu betreiben. In meinem Fall sind die Kosten wesentlich höher als die Einnahmen. Gerne hätte ich zwei, drei große Sponsoren auf meiner Seite, aus dem Bereich des Tourismus etwa. Die zeigen allerdings kein Interesse, denn ich werbe ja ohnehin für sie – kostenlos.

Kennzeichnung von bezahlten Artikeln auf meinem Eifelblog

Bezahlte Blogbeiträge müssen eindeutig als Werbung gekennzeichnet werden und so mache ich das auch. Sollte ich einmal tatsächlich für einen Artikel Geld bekommen, was bisher nur ein Mal der Fall war, so steht vor dem Artikel das Wort „Anzeige“. Auch in diesen Artikeln vertrete ich aber immer nur meine eigene Meinung und nicht die des Auftraggebers und erlaube mir auch kritische Anmerkungen.

Kennzeichnung von Werbung auf meinem Eifelblog

Wenn ich wie im Fall meines Chicorée-Kochbuches für eigene Publikationen oder Produkte werbe, wie auf der Titelseite von MeineEifel, dann kennzeichne ich das selbstverständlich ebenfalls als „Anzeige“.

Ich setze keine so genannten Affiliate-Links in meinem Eifelblog. D.h. über keinen Link, den ich in einem Artikel setze, bekomme ich eine Provision, es sei denn ich weise speziell darauf hin.

Alle Links zu Kooperationspartnern werden als no-follow-Link gesetzt!

Kennzeichnung von Produkttests

Ein Produkttest muss als Werbung oder Anzeige kennzeichnet werden, wenn dieser in Auftrag gegeben oder bezahlt wurde. Bei einer Produktüberlassung bleibt es dem Blogger überlassen, ob er positiv oder negativ darüber schreibt. Solche Berichte müssen nicht mit Werbung kennzeichnet, jedoch mit einem Hinweis zur Produktüberlassung versehen werden. Grundsätzlich gilt in meinem Blog: Im Zweifel kennzeichne ich auch Produkttests lieber als “Werbung” .

Kennzeichnung von Hotel & Reise Kooperationen

In meinem Eifelblog sind Artikel, die honoriert wurden, ganz klar als Werbung vor dem ersten Satz des Beitrags gekennzeichnet. Werde ich von einer Destination oder einem Hotel zu Übernachtungen oder zu einer Reise eingeladen, oder wird ein Teil der Reisekosten übernommen, ist der daraus entstandene Artikel nicht zwingend mit Werbung zu kennzeichnen. Ich lege Informationen dazu stets in einer Offenlegung am Ende des Artikels offen.
Eine Werbekennzeichnung wird dann erforderlich, wenn es klare Vorgaben zu einem Artikel gibt (also, wenn man bestimmte Vorgaben von einem Auftraggeber bekommt, dass dies oder jenes in dem Artikel positiv herausgestellt werden soll) oder Honorar für eine Veröffentlichung bezahlt wird. In diesen Fällen ist eine entsprechende Werbe-Kennzeichnung am Anfang des Artikels Pflicht.
Ebenfalls kennzeichnungspflichtig sind Blogartikel, die lediglich einem Absatz von Waren oder Dienstleistungen dienen, oder der Verbraucher nicht mehr zwischen Werbung und redaktionellem Inhalt unterscheiden kann. Kooperationen zu Hotels und Destinationen, bei denen kein zusätzliches Honorar fließt, enthalten spätestens am Ende meines Reiseberichtes einen entsprechenden Hinweis in der Offenlegung. Meine Meinung ist immer meine eigene und nicht käuflich.