„Yoganature“ – Yoga und Wandern in Portugal

Yoga auf der Terrasse, am Ufer eines Flusses oder am Atlantikstrand…. wenn es nicht herabschauende Hunde und Katzenbuckel  hagelt, finden die Yogastunden immer im Freien statt. Und das tut richtig gut. Hätte ich gar nicht gedacht. Yoga am Strand konnte ich mir schon gar nicht vorstellen. Aber die befürchtete Sand-Panade blieb aus und der Wind war mir ausnahmsweise sogar herzlich willkommen. Denn bei 23 Grad und wolkenlosem Himmel war das Yoga am Strand recht schweißtreibend. Zumal ihm eine Wanderung durch tiefen Sand vorausging.

„Yoganature“ – das sind Oliver und Steffi, ein deutsches Ehepaar. Sie ist ursprünglich Biologin und er PR-Mann. Vor ein paar Jahren  haben die beiden ihre Jobs in Deutschland aufgegeben, haben die Ausbildung zum Yogalehrer gemacht und haben sich in Portugal niedergelassen. Dort bieten sie Yoga-Urlaube an. Buchbar in unterschiedlichen Unterkünften: im schicken Hotel am Meer oder in der gemütlichen Quinta Colina im Landesinneren, im Vale Fuzeiros.

Wie sechs andere Frauen auch habe ich mich für die Quinta Colina entschieden. Eine gute Entscheidung: das Haus und die Zimmer sind schön und der Garten mit seinem Infinity-Swimmingpool und der tollen Panorama-Aussicht eine Wucht.

Im Haus sind sich die Gäste weitgehend selbst überlassen. Aber sehr viel hatten wir gar aber nicht von Pool und Haus, denn die meiste Zeit waren wir mit Yoga und Wandern beschäftigt, also viel auf Achse.

Morgens machte uns die in Portugal lebende Engländerin Claire ein schönes Frühstück mit frisch gepresstem Orangensaft und später bereitete sie uns ein vegetarisches Mittagessen zu. Immer sehr einfallsreich, sehr lecker und abwechslungsreich und oft in Form eines Picknicks an wunderschönen Plätzen.

Da wir alle keine Hardcore-Vegetarier waren – in erster Linie aber natürlich, weil wir auch die Esskultur des Landes kennenlernen wollten,  haben wir uns abends auch schon mal ins ortsansässige Gasthaus begeben. Dort haben wir so exotische Sachen wie flambierte Chorizo probiert und viele leckere Tapas für wenig Geld von ausgesprochen freundlichen Portugiesen serviert bekommen.

Yoga an der Algarve mit „Yoganature“

Wie konnte ich nur so abschweifen. Man könnte meinen, das Essen sei das Wichtigste bei diesem Yogaurlaub gewesen. Mitnichten. Aber vom Essen habe ich logischerweise mehr Fotos als vom Yoga. Beim Yoga waren wir ja ganz bei der Sache. Dem ein oder anderen mögen die Asanas nicht dynamisch, bzw. anstrengend genug gewesen sein, für mich waren sie genau richtig. Und Yoga in der Natur – ein Hammererlebnis. Ob am rauschenden Atlantik, der zwischendurch schlagartig immer mal verstummte, oder am Arade, dem Fluss, der durch den netten Ort  Silves  fließt. Steffi und Oli haben uns beim Yoga, wenn nötig, korrigiert und ich empfand das Yoga mit beiden als ausgesprochen angenehm.

Störche brüten an den unmöglichsten Stellen in Silves
Silves

Wandern an der Algarve mit „Yoganature“

Die Wanderungen, die wir mit Steffi und Oli gemacht haben, waren allesamt mittelmäßig anstrengend bis leicht und etwa 3 Stunden lang.  Sie führten uns durch Korkeichenwälder, zu wunderschönen Stränden mit rotbraunen Felsen, durch blühende Wiesen und Orangenhaine. Wir haben Nachtigallen gelauscht und jede Menge Schmetterlinge gesehen. Im Frühjahr ist hier noch alles grün und pralles Leben:

Am letzten Tag ging unsere Wanderung nach einer „unterkühlten“ Yogastunde auf der Terrasse der Quinta an der Steilküste entlang. Bei  orkanartigem Sturm, das Meer bot ein Schauspiel sondergleichen, stimmungsvoller geht es nicht.

Yogaurlaub mit „Yoganature“ – ein tolles, familiäres Erlebnis mit sympathischen Yogalehrern, die auch richtig herzhaft lachen können, mit netten Leuten und einer fantastischen Landschaft. Ich habe jede Minute genossen und kann Yoganature deshalb wärmstens weiterempfehlen.

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