Ausflugstipp

Atemberaubend – Die Klosterbibliothek von Maria Laach

Was lesen Mönche gerne? Und wie sieht es in einer Klosterbibliothek aus? Antworten auf diese Fragen bekommen Besucher der aufwändig und wunderschön renovierten Klosterbibliothek der Benediktinerabtei Maria-Laach aus dem Jahre 1865. Seit 2015 erstrahlt sie in neuem Glanz. Wer hier rein kommt, kommt aus dem Staunen nicht mehr raus

Die Klosterbibliothek von Maria Laach

Das Landesdenkmalamt in Mainz bezeichnet diese Bibliothek als eine der kulturgeschichtlich und denkmalpflegerisch bemerkenswertesten und besterhaltenen Bibliotheksbauten des 19. Jahrhunderts. Das Interesse an der Barockbibliothek ist riesig. Das Kloster Maria Laach kann gar nicht so viele Führungen anbieten, wie nötig wären.

Durch diese schöne Tür geht es in die Klosterbibliothek

Klosterbibliothek Maria Laach

Der 11 Meter hohe Raum mit seiner kunstvoll geschmiedeten Wendeltreppe, der umlaufenden Galerie und den vielen tausend Büchern strahlt die Atmosphäre einer längst vergangenen Zeit aus. Irgendwie haben die Besucher das Gefühl, so eine Bibliothek schon einmal gesehen zu haben. Die Bibliothekarin des Klosters erzählt bei ihrer Führung, dass viele glauben, eine mittelalterliche Klosterbücherei wie in dem Film „Der Name der Rose“ vor sich zu haben. Aber so alt ist die Bibliothek von Maria Laach gar nicht. Sie ist gerade mal 150 Jahre alt. Aber ein Großteil der 60.000 Bücher, die hier in den Regalen stehen, hat eine lange Geschichte. Das Kloster versteht sich als Bewahrer von Kulturgut. Wissenschaftler kommen aus der ganzen Welt nach Maria Laach um hier Bücher auszuleihen oder zu lesen.

Klosterbibliothek Maria Laach

Hier stehen mittelalterliche Handschriften neben Büchern jeder Literaturgattung und Wissenschaftsrichtung. Die Mönche von Maria Laach haben das gesamte Wissen aus vielen Jahrhunderten gesammelt. Dazu gehören philosophische Bücher, pädagogische Fachliteratur oder aber auch Gartenbücher. Denn das Kloster hat ja auch eine Klostergärtnerei. Auch Krimis dürfen in einer gut sortierten Bücherei nicht fehlen und sie sind bei den Mönchen sehr beliebt. Es gibt sogar eine Anleitung zum Zaubern, denn im Kloster lebte einst ein Mönch, dessen Hobby die Zauberei war. Ständig werden immer noch neue Bücher angeschafft. Die für die Mönche bedeutendste Handschrift ist das um 1500 entstandene Kapitelsbuch mit den Benediktinerregeln. Insgesamt verfügt das Kloster über 260.000 Bücher. Die sind aber nicht alle in der restaurierten Jesuitenbibliothek untergebracht, sondern in einem Magazin.

Klosterbibliothek Maria Laach

Klosterbibliothek Maria Laach

Als Besucher kommt man leider nicht sehr nahe an die meisten Bücher ran. Der größte Teil der Klosterbibliothek ist abgesperrt. Dasselbe gilt für die Galerie. Den besten Eindruck von diesem architektonischen Meisterwerk hat man aber ohnehin vom Eingangsbereich aus.

Klosterbibliothek Maria Laach

Klosterbibliothek Maria Laach

Weil sich die Bibliothek im Wohnbereich der Mönche befindet, kann man da nicht einfach reinlaufen. Man muss sich für eine Führung anmelden. Leider sind die Führungen oft schon lange im Voraus ausgebucht. Wer also Interesse daran hat, muss sich gedulden. Die Termine finden Sie hier.