Der Döppekooche – das Nationalgericht des Eifelers

In jedem Haushalt gibt es ein über Generationen weiter gegebenes Rezept für diesen Kartoffelauflauf. Und jeder macht ihn ein bisschen anders. Dabei sollte man meinen, dass es bei einem Gericht, das überwiegend  aus Kartoffeln und noch mal Kartoffeln besteht, nicht viele Variationsmöglichkeiten gibt. Weit gefehlt, wie ich mir von echten Döppekooche-Experten sagen lassen musste.

Döppekooche auf Facebook

Die beiden selbst ernannten Döppekooche-Experten Christoph Kubiak und Frank Josten kommen aus Mayen und ich habe sie zuerst im Internet, dann aber auch in Natura kennengelernt. Die beiden Jungs haben auf Facebook eine Döppekooche-Gruppe gegründet. Crazy, denkt ihr, eine Döppekooche-Facebook-Gruppe? Was es alles gibt! Ja, das gibt es. Und zwar nicht nur einmal, sondern gleich zwei Mal. Mit insgesamt 2460 Mitgliedern.

Über diese Links gelangt ihr direkt auf die beiden Seiten, bzw. auf Facebook:

https://www.facebook.com/Doppekooche/?fref=ts

 https://www.facebook.com/groups/401907643289018/?fref=ts

Wer neu hinzu kommt wird mit einem dreifach gefetteten Döppe, auf Hochdeutsch „Topf“,  begrüßt und es wird ihm eine allseits krosse Kruste gewünscht. „Döppekooche“ heißt die Gruppe der beiden Mayener Christoph Kubiak und Frank Josten. Die andere firmiert unter „Döppekooche und andere Gerichte aus der Eifel“. Beiden gemein ist, dass ihre Gruppenmitglieder auf der Suche nach dem ultimativen Döppekooche-Kick sind. Das Rezept vom Mayener Döppekooche, in dem jede Menge Knochenmark verwendet wird, ist da schon nah dran. Für Menschen mit schwacher Blase – ich meine natürlich die Gallenblase – sicherlich ein aufregendes Experiment. Sorry,  geschmacklich zwar hervorragend, für mich persönlich aber leider zu fett.

Doeppekooche Vario

Das Geheimnis eines guten Döppekooches – die krosse Kruste

Ich musste mehr als 20 Jahre in der Eifel leben bevor ich erfuhr, dass ein Döppekooche ohne eine richtig braune – nein, eher schwarze Kruste –  den Namen „Döppekooche“ überhaupt nicht verdient. Und dass kein normaler Eifeler auf die Idee käme, wie ich den Döppekooche in einer Auflaufform aus Porzellan backen zu wollen. Wobei für Nicht-Eifeler an dieser Stelle endlich erklärt werden sollte, dass „Döppekooche“ auf Hochdeutsch „Topfkuchen“ heißt. Und weil der Topf die Hälfte des Namens beansprucht, ist auch klar, dass er bei der Produktion des nahrhaften Traditionsgerichtes eine ganz wesentliche Rolle spielt.

Ein echter Döppe muss schwarz, schwer und möglichst von der Oma sein

Der Döppe wird in der Eifel nicht selten mit entsprechender Patina an die nächste Generation weiter vererbt.  Wer das Glück hat, dass seine Oma noch lebt,  aber das Pech, dass er sich einen eigenen Döppe kaufen muss, der gibt dann auch gerne mal eine Stange Geld für einen Spezialbräter aus Gusseisen aus, an dem man sich leicht einen Bruch heben kann. Erst recht, wenn das Teil mit 3-5 Kilo Auflaufmasse gefüllt ist.  Keine Frage, dass der Eifeler Döppekooche in so einem Döppe gleich noch mal besser gelingt und vor allem auch noch besser schmeckt. So wie Frank Josten aus Mayen-Kürrenberg und Christoph Kubiak, der inzwischen in Bayern wohnt, verbinden nämlich viele Eifeler mit diesem typischsten aller Eifelgerichte auch immer ein Stück Kindheitserinnerungen. Erinnerungen, die durch den Duft eines frisch gebackenen Döppekooches immer wieder auf’s Neue wach werden.

Zu leckeren Döppekooche-Rezepten geht es hier

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