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Livemusik von Profimusikern in der „Alten Schule“ in Müllenbach

Aktueller Hinweis des Veranstalters

Die Veranstaltung mit Jon Sanders und Dirk-Peter Kölsch, die für den 6.6.20 geplant war, findet nun am 13.6. unter Coronaauflagen statt. Das heißt, man muss sich unbedingt telefonisch anmelden. Es sind nur noch ganz wenige Karten für Samstag vorhanden, weil nur 34 Besucher zum Konzert zugelassen sind. Wohnzimmeratmosphäre also garantiert. Damit es sich für die Künstler wenigstens ein bisschen rechnet, kostet der Eintritt dieses mal 20 Euro.

In der „Alten Schule“ in Müllenbach bei Laubach gibt es jeden Monat ein hochkarätiges Programm handgemachter Musik. Überwiegend Irische Folkmusik, aber auch Musik aus England, Frankreich, Schottland oder Neuseeland.

Das ist dem Geschmack des Hausherrn geschuldet. Frans Somers, seines Zeichens Niederländer, liebt Folk in allen seinen Facetten. Zusammen mit dem Kulturverein Müllenbach lädt er Musiker in sein Haus ein. Singer-Songwriter, Folkmusiker mit Gitarre, Akkordeon, Dudelsack oder Harfe. Musiker, die durchaus auch große Hallen füllen, kommen in die „Alte Schule“ nach Müllenbach, nahe Kaisersesch/Laubach. Frans Somers ist Maler von Beruf und hat in dem alten Schulgebäude seine Wohnung und eine Galerie eingerichtet. Und genau dort finden auch die Konzerte statt. Meistens ist es  schön kuschelig, weil sich dieser Geheimtipp inzwischen herumgesprochen hat und nicht immer für alle wirklich viel Platz ist. „Hausmusik“ im besten Sinne des Wortes. Aber um so schneller lernt man neue Leute kennen.

Alte Schule Müllenbach
Frans Somers von der Alten Schule in Müllenbach

„Alte Schule“ in Müllenbach – Wohnhaus, Galerie und Eventlocation

Passionierter Gigorganisator Frans Somers von der „Alten Schule“ in Müllenbach

Konzertprogramm 2020

Bitte Karten vorher reservieren bei Frans Somers unter 02653/914999 oder katrinundfrans@t-online.de. Die Termine können sich auch schon mal ändern, also besser nicht auf gut Glück von weit anreisen. Die Karten kosten immer 15 Euro. Ermäßigter Eintritt 12 Euo.

Die Konzerte beginnen, wenn nicht anders vermerkt, um 20 Uhr. Einlass ist 19 Uhr.

11. Januar 2020, JigJam aus Irland

bringen ‘I-Grass’ (Irish influenced Bluegrass), das ist traditionelle irische Musik, gemischt mit Bluegrass und Americana in die Alte Schule Müllenbach, schreibt der Veranstalter.
Frans Somers sagt, Jamie McKeogh (Banjo, Mandoline), Cathal Guinan (Kontrabass, Geige) und Daithi Melia (Banjo, Gitarre), Gavin Strappe (Mandoline, Banjo) sind alle hochtalentierte Multinstrumentalisten und bringen mit ihrem Gesang und ihrem Footstomping in schicken Outfits jedes Publikum zum Kochen.

JIGJAM hat viele Preise gewonnen und 3 CDs herausgebracht (OH BOY!, 2014, HELLO WORLD, 2016, LIVE IN TULLAMORE, 2017). Das Quartett spielte bei großen weltbekannten Festivals wie dem Tellruide Bluegrass Festival oder dem Milwaukee Irish Fest als Hauptakt und sie touren regelmäßig durch Europa, wo sie bereits über eine eingeschworene Fangemeinde verfügen.

https://www.jigjam.ie/

1. Februar 2020, Sedaa

aus der Mongolei / Iran. 4 Musiker. Sehr spezielle, in unseren Breitend weitgehend unbekannte, aber sehr beeindruckende Musik.

Da Wort “Sedaa“ stammt aus dem Persischen und heißt „Stimme“. Die Gruppe „Sedaa“ kombiniert traditionelle mongolische mit orientalischer Musik.

„Die Grundlage ihrer modernen Kompositionen bilden Naturklänge – erzeugt mit traditionellen Instrumenten und durch die Anwendung uralter Gesangstechniken nomadischer Vorfahren, bei denen ein Mensch mehrere Töne zugleich hervorbringt. Vibrierende Untertongesänge und der Kehlgesang Hömii sowie die wehmütigen Klänge der Pferdekopfgeige Morin Khuur verschmelzen zusammen mit pulsierenden orientalischen Trommelrhythmen und Hackbrett zu einer mystischen Melange der Schwingungen und Stimmungen“, schreibt laut.de über die exotische Musikgruppe.

In der Wohnzimmeratmosphäre der „Alten Schule in Müllenbach“ sicher ein ganz besonderes Erlebnis, Instrumente, Rhythmen und Spielweisen aus einer uns fremden Kultur zu erleben. Auch die Fingerfertigkeit der Künstler kann hier hautnah bestaunt werden. Gerade so wie im Video:

„Seeda“ musste ich mir unbedingt anschauen. War ich doch nicht weit von der Mongolei entfernt letztes Jahr durch Kirgistan gereist. Außerdem liebe ich Weltmusik. Ein dritter Grund war, dass „Seeda“ ursprünglich MeineEifel angeschrieben und praktisch mich gefragt hatte, ob die Gruppe bei mir in der „Alten Schule“ in Müllenbach auftreten dürfte. Die „Alte Schule“ hat keine eigene Webseite, bei mir wurden die Jungs aber beim Stichwort „Musiklocations in der Eifel“ fündig. Natürlich habe ich die Anfrage gleich an Frans Somers weitergeleitet. Der kannte „Seeda“ schon, war aber anfangs skeptisch, ob dieser Musikstil in der Eifel ankommen würde. Die Sorge war umsonst. Die „Alte Schule“ platzte aus allen Nähten und das Publikum war begeistert. Wie ich.

Das Konzert war großartig. Ich kann nur jedem empfehlen, die Gruppe live zu erleben. Die drei Mongolen und der Iraner Omid sprechen sehr gut Deutsch. Omid moderiert die Show unterhaltsam und humorvoll. Leider ist „Seeda“ erst wieder im kommenden Jahr in der Eifel. Dann treten sie in Niederzissen auf. Aber vielleicht will jemand nach Mainz oder Düsseldorf fahren. Dort sind sie noch in diesem Jahr. Mehr über die Gruppe, ihre Musik, ihr vielen tollen Reiterlieder und ihre Auftritte gibt es auf ihrer Homepage.

Seeda in der "Alten Schule" in Müllenbach

14. März 2020, Young Scots Awards Winner Tour (coronabedingt ausgefallen)

Konzert von vier Musikern aus Schottland. Sie haben mit ihrer traditionellen Musik im vergangenen Jahr den alljährlichen Folk-Wettbewerb von BBC Radio Scotland gewonnen. Dudelsack und Geige dürfen dabei natürlich nicht fehlen, und auch Gesang und Gitarre sind mit am Start.

Benedict Morris (Geige), Hannah Rarity (Gesang), Ross Miller (Dudelsack), Luc McNally (Gitarre)

28. März 2020, Emma Langford (coronabedingt ausgefallen)

aus eine irische Singer- Songwriterin. Sie tourt den gesamten März und April durch Österreich und Deutschland. Ihr Stil, oft melancholisch, getragen, sie kann aber auch temperamentvoll.

9. Mai 2020, Jon Doyle und Mick McCauley

kommen aus Irland, sind aber auf der ganzen Welt zuhause. Der Gitarrist, Komponist, Sänger und Produzent Jon Doyle begleitete Joan Baez auf ihren Touren, spielte vor Präsident Obama und jetzt sogar in Müllenbach in der Eifel.

Mick McCauley spielt nicht nur Gitarre, sondern auch Knopfakkordeon und stand schon zusammen mit Sting auf der Bühne.

Beide zusammen spielen Irish Folk vom Feinsten und klingen dabei wie ein ganzes Orchester.

 

6. Juni 2020, Jon Sanders, Dirk-Peter Kölsch

Jon Sanders spielt Gitarre und irische Bouzouki, seine Musik eine Mischung aus Jazz, Funk, Latino und Irisch Style. In Irland spielt er mit bedeutenden traditionellen Musikern zusammen, etwa mit den Sängern Seamus Begley und Mary Black, Uillean Piper Eoin Duignan und dem Lord of the Dance Akkordeonist Liam O ‚Connor.

Zum Glück muss ich die Namen nicht aussprechen, sondern nur schreiben!

Jon Sanders wird in Müllenbach zusammen mit dem Jazzschlagzeuger Dirk-Peter Kölsch auftreten und wahrscheinlich gesellen sich noch zwei andere Musiker dazu.

29. August 2020, Joanne McIver, Chrisophe Saunière, Alain Genty

19. September 2020, Coig

die vier Musiker von Coig kommen aus Canada und spielen traditionellen keltischen Folk. Sie treten mit mehr als einem Dutzend Instrumenten auf. Sie machen traditionelle Cape Breton-Musik. Kap Breton ist eine kanadische Insel im Nordatlantik, wo sich über Jahrhunderte hinweg durch schottische Siedler eine spezielle Tanzmusik mit Dudelsack, Banjo, Mandoline, Mundharmonika und Kontrabass gehalten hat.

3. Oktober 2020, Shane Hennessy

kommt aus Irland und spielt Fingerpicking Guitar und komponiert seine Stücke selbst. Dabei verwendet er Elemente aus den verschiedensten Ländern der Welt und verschiedene Gitarrenstile. Er hat bereits in der ausverkauften National Concert Hall in Dublin gespielt und auf vielen Festivals weltweit. Er hat zwei Alben veröffentlicht und arbeitet als Songwriter und Komponist auch für andere Musiker.

31. Oktober 2020, Matt Griffin, Teresa Horgan, Meabh Begley, Riona O’Madagain

kommen alle vier aus Dingle, Irland, dem Mekka der irischen Folkmusik. Ríona schreibt ihre Songs selbst und trat auch schon beim Dingle Festival „Other Voices“ auf. Sie stand schon mit Sharon Shannon oder Maria Doyle Kennedy auf der Bühne.

Matt Griffin ist als Begleitgitarrist bei den verschiedensten irischen FolkmusikerInnen beliebt. So tourte er schon mit Theresa Horgan durch die Lande. Mit Méabh Begley, Séamus Begley, Dezi Donnelly, Niamh Ní Charra und den Chieftains. Er veranstaltet das „Dingle FolkFest“, ein Festival, das jeden Herbst in Dingle stattfindet.

21. November 2020,  „Tokso“

das ist ein Kammerorchester, bestehend aus vier Frauen aus Frankreich, Norwegen und Griechenland. Alle spielen ein Streichinstrument: Cello, Lyra, Harfe, Geige. Sie spielen nordeuropäische Folkmusik und improvisieren gerne mal dabei.

19. Dezember : Cecile Corbel mit ihrem Mann Simon Gaby und Gaedic Chambrier

kommen aus der Bretagne in die Eifel in die „Alte Schule Müllenbach“. Cecile Corbel spielt Harfe und singt keltische Lieder zusammen mit Ihrem Mann und Gaedic Chambrier. Sie ist in einer Puppenspielerfamilie aufgewachsen und bekam 2011 in Japan eine goldene Schallplatte für den „Soundtrack des Jahres“. Sie hatte die Filmmusik für einen japanischen Animationsfilm geschrieben. Mir hat der Titel „La fille sans nom“ um ein Flüchtlingskind besonders gut gefallen, der in Frankreich zu einem Hit wurde:

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