Naturparadies Thürer Wiesen

Wer es nicht kennt, fährt achtlos am  Naturschutzgebiet „Thürer Wiesen“ vorbei, denn es hat kein wirklich wegweisendes  Hinweisschild bekommen. Es liegt im Dreieck zwischen dem „Straßburger Hof“ bei Ochtendung und dem kleinen Ort Thür bei Mendig und dem ehemaligen Reginaris Brunnen. Auch ich bin lange achtlos daran vorbeigefahren und konnte mir gar nicht vorstellen, dass sich zwischen zwei Landesstraßen und einer Bundesstraße und nicht weit weg vom Gewerbegebiet von Mendig so ein kleines Naturparadies befindet. Wenn mehr als fünf Autos das Naturschutzgebiet ansteuern, wird der Parkraum schon knapp. Die „Thürer Wiesen“ sind trotzdem immer gut besucht. Schon alleine deshalb, weil der Vulkanpark-Radweg zwischen Andernach und Mayen durch das Naturschutzgebiet führt.

Parkt man an der L113 kommt man zuerst an der Wasserbüffelweide vorbei. Im Sommer 2016 wurden die vier Karpatischen Wasserbüffel  in den Thürer Wiesen angesiedelt.

Die Wasserbüffel wurden hier angesiedelt, damit sie auf natürliche Weise die sumpfigen Wiesen freihalten. Sie scheinen sich wasserbüffelwohl zu fühlen und haben bereits  Nachwuchs bekommen. Der muss  allerdings noch lernen, dass einen richtigen Wasserbüffel so schnell nichts umhauen sollte.

Vielen Dank an Ulli Herschbach für dieses kleine Video.

Hier ein bisschen Fotokunst: „Überbelichteter“ Wasserbüffel

Hier aber wieder ernsthafte Infos zu den Thürer Wasserbüffeln:

Wandern in den „Thürer Wiesen“

Nachdem wir die Karpatischen Wasserbüffel ausgiebig bewundert haben, wenden wir uns den beiden kleinen Teichen zu, die links und rechts des Weges Richtung „Fraukirch“ liegen. Mal sieht man dort mehr, mal weniger Wasservögel. Fast immer hört man es aber im Frühling und Sommer lautstark Quaken und meistens sieht man auch Frösche hüpfen.

Jetzt kann man sehr schön von hier aus zur Wallfahrtskirche „Fraukirch“ Richtung Ochtendung wandern. In einer kleinen Runde kommt man nach 1 bis 1 1/2 Stunden wieder zum Ausgangspunkt zurück. Auf dieser Webseite gibt es die GPS-Daten. Auf Feldwegen geht es leicht hügelig hauptsächlich durch Felder, die je nach Jahreszeit und je nachdem, was gepflanzt wurde, grün, braun oder goldfarben aussehen.

Die „Fraukirch“ selbst ist ein hübsches kleines Kirchlein.

Foto: Ulli Herschbach

Dahinter liegt ein Hof und es gibt auch eine Gastronomie, den „Fraukircher Hof“. Ein schönes Gebäude mit einem Biergarten, der auf mich persönlich jetzt keinen besonders attraktiven Eindruck gemacht hat. Für meinen Geschmack liegt er auch zu nah an der Kirche dran.

Auf dem Rückweg von Fraukirch hat man einen wunderschönen Blick auf Mendig und seine Vulkanhügel. Ein schöner kleiner Ausflug, den man sehr gut mit der ganzen Familie machen kann.

Mehr zu den Thürer Wiesen finden Sie hier.

Eine sehr schöne Webseite zu den „Thürer Wiesen“ und alles was da kreucht und fleucht hat der NABU  erstellt. Hierüber erfährt man sicher auch zuerst, wenn das künstlich angelegte Storchennest am Eingang zum Naturschutzgebiet tatsächlich zur Kinderstube wird. Im Moment sieht es ganz so aus, als wenn sich eine Storchenmutter dort häuslich einrichten würde. Also: Fernglas nicht vergessen.

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2 Gedanken zu „Naturparadies Thürer Wiesen“

  1. Hallo,
    erstaunlicher Kommentar, dem Fraukircherhof so wenig Atrakivität zu widmen. Ich kennen keinen schöneren Ort in der Osteifel und fühle mich diesem seit Jahrzehnten verbunden.
    Gut das es keine Vorschriften gibt, wie weit ein Biergarten von einer Kirche liegen muss. Klar doch, selbst im Gotteshaus wird Alkohol konsumiert!
    Schöne Grüße
    Walter

    1. Lieber Walter, sicher verbinden Sie viele schöne Ausflüge zum und Aufenthalte in dem Biergarten neben der Fraukirch. Ich habe auch überhaupt nichts gegen einen Biergarten neben einer Kirche. Ich habe hier meinen ersten Eindruck wiedergegeben, und fand, dass die Zeltplanen und die Biergarteneinrichtung so unmittelbar neben der Kirche optisch nicht so schön aussehen wie z.B. das Gebäude des Fraukircherhofes selbst. Mit besten Grüßen, Martina Gonser

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