Über den Eifelrand hinaus, Koblenz

Pfeffersack & Soehne – Gewürzladen für Genießer

Gewürze von Pfeffersack & Soehne

Vier sympathische und kreative Hobbyköche haben eine neue Geschäftsidee mit alter Tradition umgesetzt: einen Gewürzladen für Genießer. Zuerst haben sie ein Gewürzkontor in der Koblenzer Altstadt an der Liebfrauenkirche eröffnet. Einen zweiten gibt es seit kurzem in Limburg an der Lahn am Bahnhofsplatz. Einen virtuellen Laden haben sie auch, einen Online-Shop im Internet. Aber nichts ist wohl unsinnlicher als Gewürze online zu kaufen. Die Läden von Pfeffersack & Soehne sind ein Dorado für Gourmets, „Nasenmenschen“ und Geschenke-Suchende.  Es gibt hier hunderte von Gewürzen: viele verschiedene Salz- und Pfeffersorten, selbst zusammengestellte Curry-Mischungen, Zitronengras, Muskatnuss, Tonkabohne und vieles mehr. Interessant auch die Gewürzmischungen. Wie etwa die für den Eifeler Döppekooche und vieles, vieles mehr. Viele exotische und ausgefallene Gewürze, die man dort auch erst mal probieren und erschnüffeln kann.

Schaufenster Pfeffersack&Soehne

Verkauft werden die Gewürze in schönen schwarzen Keramikdosen aus dem Westerwald oder im Nachfüllpack. Die passenden Mühlen und Mörser gibt es hier auch. Denn die Madras-Currymischung etwa muss erst noch gemörsert werden, bevor sie ans Essen kommt. Portionsweise, versteht sich. Immer so viel, wie man gerade braucht. So bleibt das Aroma länger erhalten.

Christian Ganser Pfeffersack & Soehne

Christan Ganser von Pfeffersack & Soehne

Vom Computer zum Gewürz

Allen vier „Pfeffersäcken“ war der Job des Gewürzkaufmanns nicht in die Wiege gelegt worden. Christian Ganser erzählt wie die Idee zu diesem Gewürzkontor entstand. Er ist einer der Geschäftsführer:

Ideales Last-Minute-Geschenk – Buntes Eier-Salz

Sie haben ein paar kleine Gläser, Salz, ein paar Gewürze und / oder eine Zitrone im Haus? Dann können Sie in wenigen Minuten ein hübsches, buntes Salz herstellen. Ein ausgefallenes Mitbringsel, vor allem zu Ostern. Buntes Salz das auf dem Frühstückstisch hübsch aussieht und gut zu Eiern schmeckt, wie z.B. dieses hier.

Violettes Eiersalz

Zutaten:
Farbe & Schärfe: „Tasmanischer Bergpfeffer“
Würze: „Thymian“ , „Oregano“ , „Lorbeer“
Frische: Zitronenschale

Alle Gewürze im Mörser zerkleinern und mit einem guten Meersalz vermischen. Die violette Farbe bekommt das Salz vom Tasmanischen Bergpfeffer.

Weitere Rezepte für grünes, rotes und gelbes Eiersalz gibt es auf der Homepage von Pfeffersack & Soehne in Koblenz.

Den Tipp mit der abgeriebenen Zitronenschale habe ich gleich mal ausprobiert. Für mich muss da gar nichts mehr an anderen Gewürzen dazu. Das alleine schmeckt schon richtig klasse. Und es sieht hübsch aus.

Ostereiersalz Rezept von Pfeffersack & Soehne
Mein Lieblingssalz – Das Murray River Salt

Als Grundlage für das Zitronensalz habe ich ein Pyramidensalz genommen, das mir bei Pfeffersack & Söhne wärmstens empfohlen wurde. Das Pyramidensalz heißt so, weil seine Kristalle pryramidenförmig sind.  Dieses Salz ist definitiv nichts für Bluthochdruckpatienten. Denn die  zarten Salzkristalle zergehen auf der Zunge und knuspern sich fast so weg wie Chips – „crunchy“ ist der Fachausdruck . Dieses Salz passt auch ohne irgendwelche Zusätze hervorragend auf Ei oder aufs Steak. Sehr lecker!

Murray River Salt

Curry- Panna Cotta – ausgefallenes Dessert-Rezept

Curry, das wir vorwiegend für herzhafte Gerichte verwenden, eignet sich auch ganz hervorragend für Süßspeisen. Ich wollte das gar nicht glauben, bis mir Christian Ganser die Curry-Panna Cotta servierte. Schmeckt richtig klasse. Dazu passt ein exotisches Obstkompott, Mango z.B. Aber der echte Genießer isst das Curry-Panna Cotta pur. Denn das Aroma knallt nicht, es ist sehr fein und entfaltet sich erst richtig im „Abgang“.  Das Dessert ist schnell und einfach gemacht, aber mal was ganz anderes. Und so geht es:

curry-panna-cotta, Rezept von Pfeffersack & Soehne

200 ml Sahne
200 ml Milch
70 g Zucker
1 gehäufter TL Madras Curry, fein gemahlen
1 Teebeutel zum selbst Befüllen (oder Tee aus einem anderen Beutel raus und Curry rein, danach wieder zutackern)
4 Blatt Gelatine

Sahne und Milch in einem Topf erwärmen und den Zucker langsam unterrühren. Curry in den Teebeutel füllen und in den Topf einhängen. Alles kurz aufkochen lassen und beiseite stellen. Den Teebeutel wieder raus nehmen, die Gelatine kurz in kaltem Wasser einweichen, gut ausdrücken und in die Mischung rühren. Alles bis auf Zimmertemperatur abkühlen lassen, dann in Gläschen abfüllen und im Kühlschrank für mindestens drei Stunden kalt stellen.

Pasta, Pralinen, Brände und mehr

Neben den Gewürzen gibt es bei Pfeffersack & Söhne noch vieles mehr zu kaufen was schmeckt und leider auch dicker macht als die Gewürze.

Liköre, Pasta oder Pralinen und ganz besonders ausgefallene „Brände“, etwa der „Geist von echtem Ceylonzimt“ oder ein Geist mit Muskatblüte. Wie die schmecken kann ich nicht sagen, da sie mir mit 75 und 85 Euro pro Flasche zu teuer sind. Zumal ich der festen Überzeugung bin – auch wenn nahe Verwandte mir widersprechen – dass sich in meinem Haushalt Hochprozentiges immer verflüchtigt ohne dass ich viel davon getrunken habe. Das kann mit den aromatisierten Ölen von Sternekoch Florian Kurz vom Gourmetrestaurant „Coquille Saint Jacques“ im Parkrestaurant Nodhausen in Neuwied  nicht passieren.

Öle vom Sternekoch – Nodhausen °1

Der junge Küchenchef hat zusammen mit einem Freund, dem Grafiker Alex Lohner die „Nodhausen °1 Feinkostmanufaktur „ gegründet. Grundlage der Aromaöle ist ein hochwertiges Rapsöl. In einem langwierigen Verfahren verleiht Florian Kurz dem Öl dann das Aroma von Steinpilzen, Zitrone, Curry, gerösteten Zwiebeln, Senf und Knoblauch.  Alles natürliche Zutaten und alles in Handarbeit. Dieses Öl ist eines meiner Lieblingsprodukte bei Pfeffersack & Söhne, das ich schon oft verschenkt habe. So wie die Gewürze gibt es die Öle ebenfalls in einer schwarzen Keramikflasche, aber auch in der Metallflasche, was auch sehr hübsch aussieht.

Aromaöle von Nodhausen N° 1

Weil auch dieses Öl nicht ganz billig ist, mache ich damit nicht eine ganze Schüssel Salat an, sondern gebe nur zum Schluss einen Schuss dazu. Sehr gut schmeckt beispielsweise das Zitronenöl zu gekochtem Fisch. Das Curryöl passt prima zu asiatischen Gerichten. Florian Kurz sagt, was man noch damit machen kann.

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