Erst vor Kurzem habe ich von der Existenz eines Eifeler Grießkuchens erfahren – und das obwohl ich jetzt schon fast 30 Jahre in der Eifel leben. Heute habe ich ihn zum ersten Mal gebacken. Habe alle guten Vorsätze des neuen Jahres unverzüglich über Bord geworfen und mir gleich zwei Stücke von der noch warmen Hefekuchen-Grießbrei-Kombi gegönnt. Sehr lecker!

Eifeler Grießkuchen in einer Tarteform

Eifeler Grießkuchen in einer Tarteform

In der Facebookgruppe „Lust auf Eifel“ hat eine Mitglied der Gruppe die Frage nach einem Rezept gestellt, und es hat sich schnell herausgestellt, dass ihn viele Eifeler noch von früher kennen. Als „Grießmehls Toart“ etwa, oder „Schmulltoart“.  Das Rezept ist ganz einfach. Ich habe es auf der Internetseite des DLR gefunden. Dort wird er als „Eifeler Grießtorte“ bezeichnet. Ich würde das „Backwerk“ dann aber doch eher in die Rubrik „Kuchen“ einordnen. Auf der Seite der Bloggerin Petra Heyer Burgen der Eifel  wird es auch als solches bezeichnet. Dort findet man auch das Rezept. Und jetzt gibt es das auch auf MeineEifel.de.

Eifeler Grießkuchen

Zutaten für den Hefeteig:
250 g Mehl
40 g   Butter
50 g   Zucker
1/8 l   Milch
1 Prise Salz
1/4 Päckchen frische Hefe oder 1 Päckchen Trockenhefe

Zutaten für den Grießbelag:
500 ml Milch
50 g    Zucker
50 g    Grieß
2         Eigelb
2         Eiweiß
1 Prise Salz

Eifeler Grießkuchen, ungebacken

Eifeler Grießkuchen, ungebacken

Für den Hefeteig die Milch erwärmen, die Hefe darin auflösen und mit dem Zucker und dem Mehl vermischen. Mindestens eine halbe Stunde gehen lassen. In der Zwischenzeit den Grießbrei kochen. Die beiden Eier in Eiweiß und Eigelb trennen. Das Eigelb unter den etwas abgekühlten Grießbrei rühren, das Eiweiß steif schlagen und vorsichtig unterheben. Den Hefeteig, der sich in der Zwischenzeit verdoppelt hat, in einer 30 cm große Springform verteilen und einen Rand hochziehen. Den Grießbrei darauf verteilen. Ich habe eine Tarteform aus Keramik genommen. Das geht auch gut. Den Backofen auf 175 ° C aufheizen und 30 bis 40 Minuten backen.

Eifeler Grießkuchen mit Zimt

Eifeler Grießkuchen mit Zimt

In der Facebook-Gruppe „Lust auf Eifel“ kam der Vorschlag, den Kuchen mit Pfirsichstückchen und Zimt aufzupeppen. Das kann ich mir gut vorstellen. Genauso gut müssten Kirschen zwischen Hefe und Grießbreimasse passen. Oder aber ein Apfelmus zum fertigen Kuchen oder ebenfalls dazwischen.