Publikumsmagnet – Deutschlands größtes Schülermusical-Projekt

In diesem Jahr auch wieder keine Karten für das Schülermusical der IGS Pellenz bekommen? Das würde mich nicht wundern. Die Karten sind fast schneller ausverkauft als die für „Rock am Ring“. Denn die Musicals der Plaidter Schule sind ein Renner. Und das schon seit 1999. Alle drei Jahre wird ein neues Musical aufgeführt. Seit letztem Herbst ist es „Die Sternenprinzessin“.

Ausschnitt aus der „Sternenprinzessin“

Deutschlands größtes Schülermusical kommt aus der Eifel

Schulvorstellungen der Extraklasse. Die Musicals der IGS-Pellenz sind ein Phänomen. Sie reißen bis zu 30.000 Zuschauer in mehr als 50 Vorstellungen pro Musical von den Stühlen. Das Musicalteam gibt nicht nur Schulvorstellungen, sondern es geht auch auf Tournee. Bis nach Mainz und Berlin sind die Schüler schon gekommen, und fast ausschließlich spielen sie vor ausverkauftem Haus.  Tatsächlich hatte ich mein letztes Gänsehautgefühl nicht bei Shakira in Mannheim, sondern beim Schülermusical in Plaidt. Denn es ist einfach grandios, was hier auf die Beine gestellt wird. Es gibt ganz viel Action auf der Bühne, tolle Tanzszenen, wunderschöne Kostüme, Kinder, die mit Herzblut bei der Sache sind, ein tiefgründiges Drehbuch und eine mitreißende Musik.

Das Geheimnis des Erfolges – Professionalität

Die Musicals der IGS Pellenz kommen absolut professionell rüber und das ist auch das Erfolgsrezept des Musicalteams der IGS Pellenz. Licht, Ton, Musik, Tanz, der gesamte Ablauf, alles klappt wie am Schnürchen.

Ausschnitt aus er „Sternenprinzessin“

Der Aufwand und die Kosten sind riesig. Nicht nur für das „Heimspiel“ in der Stadthalle in Plaidt. Richtig teuer wird es, wenn das ganze Musicalteam auf Tournee in andere Hallen der Region oder zu Schulvorstellungen geht. Vier Busse braucht es, um die jungen Darstellerinnen und Darsteller zu fahren, zwei LKW transportieren die Technik, ein 12-Tonner befördert die Requisiten. Strumpfhosen für 18.000 Euro haben die Darstellerinnen seit 1999 bereits verschlissen. Gäbe es nicht so treue Sponsoren, die Musicaltruppe hätte längst einpacken müssen.

„Jedes Kind kann irgendetwas“ – das ist ein Leitspruch der Integrierten Gesamtschule Pellenz in Plaidt in der Vordereifel. Und das beweisen die Jungen und Mädchen immer wieder vor großem Publikum. Auch schon in der Arena Trier, in Mainz und in Berlin. Bis zu 300 Schülerinnen und Schüler der Integrierten Gesamtschule spielen in fünf Besetzungen bei so einem Musical mit.

Auch die Hauptrollen sind mehrfach besetzt. Wer nicht so gut singen oder schauspielern kann, der kann vielleicht gut organisieren oder ist technisch begabt. Der kommt dann ins Aufbauteam. Natürlich sind es Kinder, die da auf der Bühne stehen und keine ausgebildeten Schauspieler, aber sie machen ihre Sache echt klasse.

Ein Team, auf das man sich verlassen kann!

Sie wachsen mit ihren Aufgaben und lernen so oft mehr als in Mathe oder Sozialkunde – denn sie lernen hier etwas fürs Leben. So eine große Produktion funktioniert nur, wenn alle pünktlich sind, wenn sie zuverlässig sind und teamfähig sind. Die Musical-Inhalte vermitteln nicht nur auf der Bühne Werte wie Freundschaft, Toleranz, Mitgefühl und Selbstbewusstsein, sondern auch im richtigen Leben. Das haben mir Eltern, Lehrer und Schüler bestätigt. Fakt ist auch: die Sponsoren, die das Projekt am Leben halten, geben gerne Geld dafür, weil sie wissen, Schulabgänger der IGS Pellenz – die kann man gebrauchen.

So sehen viel beklatschte Musical-Stars der IGS Plaidt aus, Justin Gerdom

Ich habe mit einer Schülerin gesprochen, die in einem der ersten Musicals, in der „Geheimnisvollen Spieluhr“, die Hauptrolle gespielt und gesungen hat. Sie sagt heute, dass sie diese Zeit  ganz intensiv geprägt hat, und als sie vor drei Jahren das Remake der „Geheimnisvollen Spieluhr“ mit ihrem Sohn zusammen  angeschaut hat, sind die Tränen nur so geflossen. „Die Geheimnisvolle Spieluhr“, das war auch das erste Musical, das ich mir angeschaut habe und es wird mein Lieblingsmusical bleiben. Das Lied von der Spieluhr, ein Ohrwurm.

Die IGS Pellenz – beliebt wie nie

Wo gibt es so was? Schüler reißen sich darum, auf eine bestimmte Schule zu kommen. Die IGS muss sich um Nachwuchs keine Sorgen machen.  Die Musical-AG ist die beste Werbung für die Schule. Jahr für Jahr musste deshalb das Drehbuch für noch mehr Schüler geschrieben werden. Aber irgendwann ist die Kapazität auf der Bühne eben erschöpft.

 Applaus für die Lehrer

Was der Musiklehrer Martin Becker und der inzwischen pensionierte Hans Bretz, der die Texte schreibt,  leisten, ist einfach nur großartig. Ohne sie gäbe es das Musical nicht. Ohne sie wäre sicherlich aus ganz vielen Kindern nicht das geworden, was sie wurden. Sie komponieren nicht nur, führen Regie und schreiben  sämtliche Texte, sie  betreuen die Kinder natürlich auch bei den Proben, bei den Auftritten und auf den Tourneen. Mit der nötigen Autorität, aber auch mit viel Verständnis und sehr vertrauensvoll.

Aber Hans Bretz und Martin Becker sind nicht die Einzigen, die sich noch nach Schulschluss engagieren. Da sind auch noch viele andere im Kollegium der Schule, die sich um die Maske, die Kostüme oder die Technik kümmern. Hut ab vor so viel Engagement. Mehr zu Hans Bretz und Martin Becker gibt es hier nachzulesen.

Die aktuellen Tournee-Daten bis Jahresende:

Aktuell gibt es nur noch Karten für zwei Vorstellungen im Polcher Forum. Und zwar am 18.11. um 19:00 Uhr und am 19.11. um 16 Uhr. Ab 28.8. gibt es sie im Vorverkauf. Über weitere Vorstellungen im nächsten Jahr hält Sie die Homepage der IGS Pellenz auf dem Laufenden.

Hier noch ein kurzer Ausschnitt aus einer Probe in der Gemeindehalle von Kottenheim im Frühjahr 2017:

Für alle, die noch mehr sehen wollen, geht es hier zur Fotogalerie:

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